Ein Garten für Leipzig

Projekt der Stiftung Bürger für Leipzig


08.04.: Die "B2" ist fertig gemäht! Eine Woche lang "tunnelten" Witthaus & Team die grün-braune Straße durch den agra-Park. Ca. drei Wochen ist die Rasenmäherzeichnung noch sichtbar - vorbeischauen lohnt! Weiter...

Der agra-Park ist "Park des Jahres" 2014! Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm wird über das Jahr vor Ort Besucher anlocken. Weiter...

Rasenmäherzeichner gesucht! Zur Realisierung des Kunstprojekts „Der Tunnel“ werden ehrenamtliche Unterstützer aus Leipzig und Markkleeberg gesucht! Bis 17.4. unter 960 1530 oder garten@buergerfuerleipzig.de melden! Weiter...

Die Leipziger Mischung von Reinhard Krehl ist wieder zu haben. Für 2 Euro pro Tütchen bei uns erhältlich. Weiter...

Limitierte und handsignierte Fotoedition des Friedensdenkmals von Ralf Witthaus. Sichern Sie sich eines der raren Fotos des temporären Denkmals - Jetzt! Weiter...

Der neue Audio-Spaziergang zum "Parkbogen Ost" von Bertram Weisshaar ist da! Die Tonspur finden Sie hier. Mehr zu den Talk Walks...

 

Werden Sie Bankstifter oder Bankpate in Leipzigs denkmalgeschützten Parks! Weiter...

 
Park des Jahres 2012

Friedenspark, Tor zum ehemaligen Neuen JohannisfriedhofFriedenspark, Tor zum ehemaligen Neuen Johannisfriedhof

Der Friedenspark - Vom Friedhof zum Stadtpark

Viel ist vom einstigen Neuen Johannisfriedhof, der sich auf der Fläche des heutigen Friedensparks befand, nicht übrig geblieben. Nur ein Teil der südlichen Mauer und der Toranlage im Osten sowie die friedhofstypische Struktur und Bepflanzung erinnern noch an den ursprünglichen Zweck des Ortes.

Der Neue Johannisfriedhof wurde im Jahre 1846 als zweiter städtischer Friedhof erbaut, nachdem sich der Alte Johannisfriedhof nicht mehr erweitern ließ. Zwischen 1881 und 1884 entstanden nach Entwürfen von Hugo Licht eine Kapelle und eine Leichenhalle, beide wurden im Zweiten Weltkrieg durch Bombeneinschläge zerstört.

Die ca. 20 Hektar große Fläche fasste seinerzeit knapp zwanzigtausend Reihengräber und entwickelte sich schnell zu einem bedeutenden Bestattungsort des Leipziger Bürgertums. An bedeutende Leipziger, wie den Arzt Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808–1861), den Architekten der Universitätsbibliothek Arwed Roßbach (1844–1902) oder die Verleger-Familien Brockhaus und Reclam, erinnert durch die wüste Abbruchaktion der 1970er Jahre keine Grabstätte mehr.

Am 31.12.1950 sperrte die Stadtverwaltung den Neuen Johannisfriedhof für Bestattungen, genau zwanzig Jahre später wurde er für die Öffentlichgkeit geschlossen. In den Jahren 1973 bis 1975 erfolgte die Säkularisierung, der Abbruch der Abteilungswände mit den Gruftanlagen, die oberflächliche Beräumung und die Einebnung der Gräber. Umbettungen wurden nur im Rahmen privater Finanzierung durchgeführt.

Die Fläche des heutigen Friedensparks sollte fortan als Freizeit- und Erholungdpark für die Studenten der Uuniversität dienen.1983 wurde der Park als "Friedenspark eingeweiht und 1990 zum Gartendenkmal erklärt. 2011 wurde eine Gedenkstätte für Euthanasieopfer an der Westseite des Parks eingeweiht. Im Nationalsozialismus waren die Toten der Euthanasie, darunter auch über 550 behinderte Kinder, auf dem Neuen Johannisfriedhof verscharrt worden.

Aufgrund seiner besonderen Geschichte wählte das Leipziger Netzwerk für Stadtnatur den Friedenspark als "Park des Jahres 2012".